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MusikerInnen bei Spotting

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DESIGN BY MARTIN HOERL

KIMkonzert
KIMkonzert
Freitag, 20.12.2002, Uhr 21:00
21:00
forum stadtpark, graz

Bei all jene die in der Vorweihnachtszeit noch keine Ruhe und Besinnlichkeit gefunden haben, werden diese bei der Musik dieser beiden Bands, gewünscht oder nicht, in jedem Fall spontan eintreten. Einen Vergleich mit den grossen Traurigen dieser Welt, wie WILL OLDHAM, SOLD AMERICAN oder RED RED MEAT brauchen sie nicht zu scheuen, so melancholisch, so schön sind MIMI SECUE und ABER DAS LEBEN LEBT

MIMI SECUE
MIMI SECUE s Selbstverständnis als Kollektiv bezieht sich nicht nur auf die im Inneren, sich verzweigende Arbeitsweise, sondern stellt auch eine Positionierung nach aussen dar.
Wir könnten uns vorstellen, es wären in die Länge gezogene Punk-Songs, gedehnt von zwei auf vielleicht sechs Minuten. Über den verlangsamten Klängen und den entstandenen Einrissen oder Zwischenräumen würde ein neues Gewölbe errichtet.
Die Melancholie in MIMI SECUE s Musik wäre manchmal näher der Trauer, manchmal dem Triumph, aber immer käme sie aus einer Dynamik der Zurückhaltung, die den Instrumenten und den Stimmen, ihren Melodien und den Flächen, die sie entfalteten, einen Drang nach vorne gäbe.

ABER DAS LEBEN LEBT
?Raus aus dem Philosophie-Seminar und rein ins popmusikalische Trübsal lautet seit Jahren das Credo der Herren Wiesbauer, Emerstorfer und Hofbauer. Zwar gibt man sich in Stücken wie "first we polka, then we tango" oder "Venusberg" einigermaßen gaga; die Grundstimmung der im bewährten LoFi-Verfahren aufgenommenen CD bleibt dennoch düster. Das Wiener Trio wird nämlich selbst dann noch das todesmusikalische Schwermutfähnchen hochhalten, wenn alle Welt einen auf glückselig macht. Heimlich grinsend, versteht sich. Die "Masterpieces" klingen jedenfalls stark nach jener Combo, die am Ball der lebenden Toten für stimmungsvolle Trauermärsche sorgt.?
Gerhard Stöger, Falter
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