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MusikerInnen bei Spotting

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DESIGN BY ma-riot

HÖRBAR ABSTRAKT
Freitag, 17.03.2006, Uhr 20:30
20:30
radio helsinki, 92,6 MHz

MP3: http://abstrakt.mur.at/HoA-20060317.mp3

Elektronisches Kaleidoskop. Erinnert sich eigentlich noch jemand an David Moufang? Unter seinem Alter Ego Move D war Moufang Anfang bis Mitte der 90er- Jahre ein wichtiger Impulsgeber und hochgelobter Protagonist des sogenannten Ambient Techno, beschäftigt in vielen Kollaborationen wie z.b. Deep Space Network und außerdem Labelchef von Source Records. Obwohl es seit einigen Jahren ein wenig still um ihn geworden ist, macht dieser Veteran natürlich weiterhin ausgezeichnete Musik- wie z.b. in dem Kollektiv Studio Pankow, deren 2005er Release Linienbusse äußerst angenehme Erinnerungen an die Zeit bringt, als Chill Out und Ambient noch keine hohlen Industrie- Etiketten für Tonnen von miesen Lounge- Releases waren. Wir würdigen das mit ausführlichen Hörproben. Weitere Neuvorstellungen kommen diesmal von dem US- Duo Chessie, deren dritte CD Dual Mode gekonnt zwischen elektro- akustischen Sounds und süchtig machenden Songstrukturen sitzt, und - brandneu - Ghostigital mit In Cod We Trust: Hinter Ghostigital verbirgt sich niemand geringerer als Einar Örn, Mitglied der legendären Sugarcubes. Einar Örn darf den zweifelhaften Ruf für sich beanspruchen, das bei den Fans wohl unbeliebteste Mitglied dieser Band gewesen zu sein ( *Einar Örn gained his greatest notoriety as the member of The Sugarcubes who most people wished would go away*). Grund dafür war sein nervtötender Gesang, den er leider oft gerade dann einsetzte, wenn Sugarcubes- Frontfrau Björk ihre überirdische Stimme erklingen ließ. Nun- Mike Patton hatte nichts gegen Einar Örns Sangeskünste, denn er signte ihn für sein Kultlabel Ipecac, und hier darf Örn nun nach Herzenslust seine schrille Sangeslust ausleben; musikalisch übrigens ist Ghostigital ein wüster Stilmix aus Abstract HipHop, harschen Noise- Attacken und verzerrten Drumbeats. Unangepasst und Super! Gäste auf In Cod We Trust: Dälek, Mark E. Smith (The Fall) und Steve Beresford. Die zweite Stunde gehört uneingeschränkt dem Glasgower Elektronik- Meister Drew Mulholland; Unter dem Projektnamen Mount Vernon Astral Temple nahm Mulholland im Jahr 2003 eine äußerst faszinierende Session mit dem Titel Musick that destroys itself auf. Das *ck* in diesem Titel kommt nicht von ungefähr: Coil hörten ein Konzert Drew Mulhollands auf einem Festival in London und waren von seiner Musik dermassen angetan, daß sie ihn überredeten, Musick that destroys itself auf ihrem eigenen Label Eskaton herauszubringen. Und wie klingt nun diese *selbstzerstörende* Musik? Am ehesten wohl wie eine Mischung aus Tangerine Dream, Popol Vuh und Hawkwind, oder noch besser, wie alle drei genannten Bands gleichzeitig (*The new sound involves overblown prog synthesizers arpeggiating into the stratosphere, with sheets of heavy distortion and gale-force winds.The synthesizers sound like the wet dream of that keyboard-playing midget from Hawkwind. Long story short, he's gone completely Kraut.* - aus einem Review auf brainwashed.com).