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MusikerInnen bei Spotting

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DESIGN BY FLO

SONNTAGS ABSTRAKT
SONNTAGS ABSTRAKT
Mittwoch, 12.03.2008, Uhr 20:30
20:30
postgarage, dreihackengasse 42, 8020 graz

eintritt frei!!!
den ganzen abend: alle cocktails um 4,-

KLAMMER & GRÜNDLER DUO
Josef Klammer - drums, electronics
Seppo Gründler - guitar(to midi), electronics

Seit fast 25 Jahren arbeiten die beiden Medienmusiker an der Umsetzung ihrer ?Neuen Improvisierten Elektronischen Musik?. Ihre erste LP, das 1988 erschienene Vinyl Blu Ex, zählt schon zu den Klassikern in diesem Genre, eine Pionierarbeit der improvisatorischen, performativen Aufführungspraxis mit digitalen Klangerzeugern und deren Echtzeitmodulatoren. Klammer / Gründler begannen zwar als rockorientierte Improvisatoren, jedoch unter starker Betonung der Anwendung von elektronischen und synthetischen Geräten. Seither haben sie ihr musikalisches Konzept radikal in eine computerisierte und elektroakustische Richtung verändert, wie die darauf folgenden Alben Earshots (1991) und fünf (1995) dokumentieren. Sie belegen die stetige Weiterentwicklung des Duos und geben auch Einblicke in ihre, über die Grenze des reinen Hörens hinausgehende, Auseinandersetzung mit Klang und Geräusch. So entstand das weltweit erste multilaterale Midi-Konzert Razionalnik (1987), das erste österreichische Kopfhörerkonzert Im Trockenraum für 100 Kopfhörer (1988), das über Fernsehbilder synchronisierte Datenkonzert RGB, zahlreiche Bühnenmusiken und Radioproduktionen sowie diverse Klanginstallationen.

Aktuell arbeiten Klammer / Gründler vor allem mit konkreten Geräuschen, Computern oder Effekt-Prozessoren neben Gitarren und Schlagzeug. Das Duo schüttelt die oft strenge, überanstrengt wirkende, synthetische Ausstrahlung der
Computermusik ab, und macht diese lebendig und anschaulich.
Das neue Bühnenkonzept stellt eine Interaktion, eine Modulation, eine
Transformation, ein Interface zwischen Klammer und Gründler her.
So moduliert in Echtzeit der Klammer den Gründler, der Gründler den
Klammer, Klammer/Gründler den Klammer etc.

Horst Gerhard Haberl, Kleine Zeitung 1987:
? . . . . .Man könnte sie als destruktive Konstruktivisten bezeichnen: Sie zerlegen, vertauschen, verformen und bauen neu auf. Aus digital vorfabrizierten Musikzitaten, aus synthetisch gespeicherten Sprachzeichen alltäglich gebrauchter Hör- und Klangbilder entstehen improvisierte De-Formierungen. Vielleicht läutet dieses Musikerduo damit das Zeitalter des digitalen Jazz ein??

Bernhard Jugel, Bayrischer Rundfunk u. Indigo Notes 2007:
" . . . . .Interessant, daß Klammer & Gründler zu ihren 2006 während eines Stipendiums in Berlin entstandenen Stücken (daher der Titel!) noch zwei alte Aufnahmen aus den 80ern gepackt haben, die hörbar machen, wieviel futuristisches Potential schon damals in ihren Improvisationen steckte. So und nicht anders klingt Jazz im 21. Jahrhundert!"