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MusikerInnen bei Spotting

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SONNTAGS ABSTRAKT
SONNTAGS ABSTRAKT
Mittwoch, 28.05.2008, Uhr 20:30
20:30
postgarage, dreihackengasse 42, 8020 graz

eintritt frei!!!
den ganzen abend: alle cocktails um 4,-

Martin "Martinland" Schemitsch
und das Theremin

Die Zuwendung zum Theremin ergab sich nach etlichen musikalische Phasen, deren erste und fundamentalste wohl die mehrstufige Instrumentalausbildung im Fach Violine war. Doch schon bald begann sich das Interesse in Richtung Tasteninstrumente auszuweiten, was zur autodidaktischen Aneignung des Klavierspiels führte (das nach wie vor ein wesentliches Element des musikalischen Selbstverständnisses bleibt). In jungen Jahren wurde mit einigen Musikgruppen-Formaten experimentiert, bevor sich ein neues Betätigungsfeld auftat: Die Welt der elektronischen Klangerzeugung, anfänglich anhand des Beispiels von Vangelis. Im Zuge dessen entstanden z.B. auch Kompositionen für Computerspiele. Ergänzt wurden diese Aspekte der martinlandschen Musikwelt durch jahrelange vokalistische Tätigkeit.

Die Begeisterung für musikalisch eigenständige, großsymphonische Partituren im Spielfilm und deren besondere Anforderungen und Ästhetik führte über kontemporäre Vertreter wie Morricone und Goldsmith zu jenen des "Goldenen Zeitalters" der Filmmusik wie Korngold und Herrmann. Letzterer vermochte durch seinen Einsatz des Theremins in "Der Tag an dem die Erde stillstand" das Interesse auf dieses älteste und am schwierigsten zu spielende elektronische Instrument und dessen Erfinder Lev Termen zu lenken.

Nach Absolvieren eines Kurses der New Yorker Thereministin Pamelia Kurstin, mittlerweile zur Wahl-Wienerin geworden, fiel die Wahl auf den von Synthesizer-Pionier Robert Moog entworfenen Bausatz des Etherwave-Theremins. Dieser ermöglichte in Folge die eigenhändige Betätigung als Instrumentenbauer.

Nach einer Phase des Kennenlernens, in der die Ausbildung an der Violine sicherlich hilfreich war, wurden erste Solo-Auftritte mit dem Theremin realisiert. Schon eine der ersten Performances lebte von der Symbiose mit anderen martinlandschen Disziplinen: Die Theremin-Darbietung "nachLage" erfolgte zu einer gezeichneten und im Computer in 3D weitergeführten Animation, die bereits mit einer Theremin-Tonspur unterlegt ist...

Abschließend sei noch erwähnt, daß das andere große Faszinosum im Martinland, nämlich die Animation, ziemlich zeitgleich mit der persönlichen Entdeckung der elektronischen Klangwelt und der großsymphonischen Komposition für den Film entstand und in einer ersten Animations-Kreation für "71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls" von Michael Haneke gipfelte. Mittlerweile entstanden unter anderem ein halbstündiger, kollaborativer Computeranimationsfilm im Bereich der Medienkunst, sowie mehrere Kurz- und netzbasierte Animationen. Das Gezeichnete wiederum manifestiert sich in Vorarbeiten zu Animationen, der regelmäßigen Veröffentlichung von Comic-Strips und auch der Abhaltung von mehrtägigen Kursen im Bereich "Sequentielle Kunst".